Den Film „In the Name of the Father“ sah ich zum ersten mal letzte Woche auf Bitte meiner Schwester. Sie meinte: „Der Film wird Dich interessieren, warte nur ab.“ Und sie durfte recht behalten…
Der Film aus dem Jahre 1993 von Jim Sheridan schildert den Konflikt zwischen der Irish Republican Army (IRA) und der Britischen Regierung. Jedoch nicht als langweiliger Historienschinken, sondern ganz persönlich aus der Sicht der zu unrecht verurteilten Nord-Iren, um den Kleinkriminellen Gerry Conlon.
In den 70er floh eben dieser Gerry Conlon aus Nord-Irland nach London, um sich einerseits vor den Milizen der IRA, andereseits vor den britischen Besatzern zu schützen. In London angekommen, genoss er die Zeit in Kommunen und hielt sich über Wasser mit kleinen Straftaten.
Jedoch dann geschah das, was eigentlich in einem westlichen Rechtsstatt nicht passieren sollte: Er wurde verhaftet, gefoltert und verurteilt, obwohl er unschuldig war. Er, seine Familienmitglieder und Freunde wurde für ein Anschlag auf ein Pub in Guildford verantwortlich gemacht, obwohl die Verantworlichen nach wenigen Monaten gefasst wurden.
Die Justiz verschloss ihre Augen vor der Wahrheit, um ihr Gesicht zu schützen, da die Wahrheit ihr ganzes System in Verruf gebracht hätte.
Erst nach langen fünfzehn Jahren konnte Gerry Conlon zusammen mit seiner Anwältin durch einen bloßen Zufall beweisen, dass er auf Grund von Feigheit, Arroganz und Vorurteilen im Gefägnis zusammen mit Mödern und Vergewaltigern leben musste.
Ich empfehle jedem diesen Film zu gucken, da er jeden persönlich daran erinnert, dass unser wunderbares, demokratisches Europa ein Geschenk ist, was man beschützen muss und was durch eine arrogante und machtbessessene Elite zerstört werden kann.
Verfasst von henningej